Massagetherapie nach Marnitz

Dr. Harry Marnitz entdeckte Anfang des vorigen Jahrhunderts, dass Fehlstellungen der Wirbelsäule mit Veränderungen in der körperlichen Peripherie, z.B. Arme oder Beine, in Verbindung stehen können.

In seinem therapeutischen Ansatz, welche heute als Schlüsselzonenmassage bekannt ist, beschreibt er, dass alle mit einer ursächlichen Erkrankung in Zusammenhang stehenden korrespondierenden Zonen (Schlüsselzonen) mitbehandelt werden sollten. So kann durch eine nervale Verbindung das Symptom einer Erkrankung an der entsprechenden Gegenzone auftreten und dort Beschwerden verursachen.

Bei der Massagetherapie nach Marnitz werden solche Bereiche als Schlüsselzonen des menschlichen Körpers verstanden, welche über sogenannte „Reflexbögen“ miteinander verbunden sind. Um beim Patienten eine möglichst starke Wirkung zu erzielen, hat Marnitz eine Tiefenmassage mit manualtherapeutischen Maßnahmen kombiniert. Auf diese Art wird eine direkte sowie eine reflektorische Wirkung erreicht.

Immobilisationen und Schmerzen bei chronischen und akuten Erkrankungen des Bewegungsapparates sind die Hauptindikationen für die Therapie nach Dr. Marnitz. Ein Vorteil dieser Methode ist es, dass auch Patienten mit Ödemen oder anderen Läsionen behandelt werden können, da die Massage meist lokal und nicht großflächig eingestetzt wird.